Kiel

Kieler Sprotten

Welches Fischgericht ist untrennbar mit Kiel verbunden? Ja, richtig, die Kieler Sprotten. Zur Herstellung der goldgelben Fischspezialität werden Sprotten, dies sind Seefische, die dem Hering ähnlich sind, mit einer Größe von ca. 10 cm verwendet. Eine Sprotte in dieser Größe wiegt ca. 25 g. Wurden früher die Kieler Sprotten in der Ostsee in der Nähe von Kiel gefangen, stammen heute die meisten Sprotten aus dem Nordatlantik und aus der Nordsee. Echte Kieler Sprotten müssen jedoch aus der Kieler Bucht stammen. Ihren typischen Geschmack und ihre goldgelbe Farbe erhalten die Kieler Sprotten durch Räuchern im Altonaer Ofen über Erlen- oder Buchenholz. Sie werden vorwiegend in Eckernförde, das einige Kilometer von Kiel entfernt ist, hergestellt. Die Kieler Sprotten werden in flachen Holzkisten verpackt. Ihren Namen erhielten die traditionellen Kieler Sprotten nicht nur aufgrund der Herkunft aus der Nähe von Kiel, sondern auch, weil sie im Hauptbahnhof von Kiel einen Versandstempel auf die Holzkiste erhielten.

Die Hauptsaison der Kieler Sprotten ist zwischen Oktober und April. In dieser Zeit werden sie aus frisch gefangenen Fischen hergestellt, während sie in den Sommermonaten aus gefrorenen Fischen hergestellt werden.

Vor dem Räuchern werden die Kieler Sprotten nicht ausgenommen. Sie werden auch unausgenommen verzehrt. Die Gräten sind sehr weich und können mitverzehrt werden, jedoch wird das Rückgrat zumeist entfernt. Der Kopf und der Schwanz werden nicht mitgegessen. Will man das Rückgrat entfernen, fasst man die Sprotte leicht am Bauch und drückt den Rücken etwas an. Nun kann der Schwanz mit dem Rückgrat aus der Sprotte getrennt werden.

Echte Kieler Sprotten sind nicht gerade billig. Eine Holzkiste mit 500 g Kieler Sprotten kostet ca. 16,00 €.